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So findest Du Deinen idealen Steuerberater!

Interessant – seit neuerdings erscheint in meinem Facebook-Feed immer wieder eine Anzeige, die mir vorschlägt:

„Finde den richtigen Steuerberater“.

Mal abgesehen davon, dass hier offenbar der Facebook-Algorithmus versagt, denn so bald suche ich wahrscheinlich keinen Steuerberater ;) , habe ich mir das Angebot natürlich neugierig angeschaut. Es lenkt mich auf eine Landingpage, wo ich meine Daten angeben und meinen „Fall“ beschreiben soll – was immer das bedeuten mag.

Ja, da bin ich pingelig – ich berate nämlich keine Fälle, sondern Menschen.

Aber egal, im Folgenden erklärt mir die Seite, dass ich im Anschluss von drei „Kandidaten“ kontaktiert würde und daraus (Stichwort „volle Markttransparenz“) das passendste Angebot für mich wählen könne.

Aha! Bei allein 12.000 Kollegen im Kammerbezirk München verstehe ich persönlich unter voller Markttransparenz irgendwie auch etwas anderes… Aber auch das soll gerade nicht weiter stören, darum geht’s hier nämlich überhaupt nicht. Diese Portale haben sicher ihr Publikum und diese Kunden werden damit auch sehr zufrieden sein.

Die Frage ist: den richtigen Steuerberater – gibt’s den überhaupt? Und wenn ja, wie finde ich ihn (oder sie)?

Die Frage scheint viele zu bewegen, gerade neulich kam sie wieder in einer Facebook-Gruppe auf und eine meiner Kundinnen war so lieb, mich zu empfehlen (und zu taggen).

Das war ihre Antwort:

Mir hat das Bauchgefühl Kriterium geholfen … mir war genau der AUSTAUSCH und das „MICH ERNST NEHMEN“ als Unternehmerin wichtig. Ich habe 6 unterschiedliche Personen/Kanzleien ausprobiert … dabei war mir „DIGITALES DENKEN“ auch wichtig. Empfehlungen haben mir leider da auch nicht geholfen – da will halt jeder etwas anderes. Gut ist zu wissen, was du genau willst und erwartest – dann offen ansprechen, testen und dann weißt du’s … ich empfehle meine Steuerberaterin gerne weitere: Benita Königbauer (auch in dieser Gruppe :) … eben weil wir uns gut verstehen und ähnlich ticken … da treffen wir uns eben auch online in solchen Gruppen wieder … haha)

Mich hat dieses Feedback natürlich riesig gefreut und ich habe dann auch viel darüber nachgedacht. Ehrlich gesagt:

Ich glaube den richtigen Steuerberater gibt es nicht. Aber Deinen Richtigen, den gibt’s schon!

So skurril es klingt, aber es ist ein bisschen wie bei der Partnerwahl. Manchmal braucht es ein paar Anläufe für „den Richtigen“, manchmal funkt es gleich – wie bei jeder Beziehung ;)

Empfehlungen, vor allem von Menschen, die auf Deiner Wellenlänge liegen, sind natürlich super, denn Google weiß ja schließlich nicht, wie Du tickst. Zumindest nicht in Sachen Steuerberatung.

Es schadet also nie, ein bisschen bei „Seelenverwandten“ herumzufragen. Wenn Du eine – oder ein paar – Empfehlungen bekommen hast, kommt Dein Bauchgefühl ins Spiel.

Schau Dir im ersten Schritt die Webseiten an und achte darauf, wie Du Dich dabei fühlst. Hier präsentiert sich der Kollege zumindest schon mal mit einem ersten Eindruck davon, was ihm gefällt und was er für wichtig hält. Denn, selbst wenn die Seite von einer Marketingagentur erstellt worden ist, hat er sie zumindest in dieser Form abgesegnet.

Wenn eine Seite Dich neugierig macht, kannst Du im zweiten Schritt ein (bitte kostenloses) Kennenlernen vereinbaren. Dazu musst Du etwas wissen: Steuerberatern in Deutschland ist es leider nicht erlaubt, eine kostenlose Erstberatung anzubieten. Das bedeutet, Ihr könnt Euch kostenlos auf persönlicher Ebene kennenlernen, aber sobald ihr über Steuern redet, wird’s kostenpflichtig. Das ist kein böser Wille, sondern ein gesetzlicher Zwang.

Wenn Ihr Euch trefft – persönlich oder virtuell – lehn‘ Dich innerlich zurück, nimm Deine Eindrücke auf und höre einfach nur auf Deinen Bauch.

Wenn Du nicht unbedingt Spezialwissen benötigst, wie zum Beispiel als Fondsgesellschaft, internationaler Konzern oder – weniger abwegig – mit einem Amazon-, e-bay-, Etsy- oder sonstigen Internetshop, brauchst Du im ersten Schritt nicht auf Spezialisierungen zu achten. 95% des Tagesgeschäfts kann ein allgemein orientierter Steuerberater normalerweise gut abdecken. Für alles andere hat er, oder sie, (hoffentlich) einen Kooperationspartner.

Das beste Zeichen für Dich ist, wenn Du Dich wohl und aufgehoben fühlst. Um Dich umfassend und für Dein Leben passend zu beraten, muss Dein Steuerberater sehr (!) viel von Dir und über Dich wissen. Höre in Dich hinein: hast Du Vorbehalte? Oder kannst Du’s gar nicht erwarten, mit diesem Menschen völlig offen zu kommunizieren?

Bei aller Begeisterung: Schmetterlinge im Bauch sind beim Steuerberater natürlich eher selten, aber Dein Bauch wird Dir trotzdem sofort und sonnenklar sagen, ob Du angekommen bist. Und Dein Bauch hat immer Recht ;)

Liebe Grüße

Deine Benita

Umsatzsteuer für Online-Coaches: Stress raus – Klarheit rein.

Bist Du Coach? Oder Berater? Und hast Du – oder planst Du – ein Online-Angebot? Hast schon mal darüber nachgedacht, wie das bei Dir dann mit der Umsatzsteuer ausschaut? Vielleicht sogar schon einmal gegoogelt und in ein paar Bücher, Artikel oder Blogs zur Umsatzsteuer geguckt?

Vielleicht ist es Dir dabei so ergangen wie ganz vielen anderen auch und Du hast hineingeschaut, ein wenig gelesen, versucht, zu verstehen und dann den Tab irgendwann wieder zugemacht und gehofft: „So schlimm kann’s ja nicht sein!“

Und dann ist nichts passiert. Und Du hast ausgeatmet.

Ist jetzt alles gut?

Was das betrifft, kann ich Dich (leider) beunruhigen: es passiert auch nichts. Erstmal zumindest – denn die Finanzverwaltung denkt sich: „Hey, das ist ein Unternehmer, der macht das dann schon richtig.“ Klar, denen brennt ja auch nichts an. Die schicken einfach in ein paar Jahren einen Prüfer bei Dir vorbei und holen sich ihren Anteil. Mit 6% Zinsen ist das gar kein so schlechtes Geschäft. Zumindest für einen von Euch ;)

Jetzt mal Hand aufs Herz, wie sicher bist Du, dass Du die Umsatzsteuer für Dein Online-Angebot im Griff hast und die beim Nachsehen nichts Nennenswertes bei Dir finden?

Vielleicht hast du ja auch schon mal Deinen Steuerberater gefragt und er hat Dir liebevoll und in Ruhe ganz viel erklärt? Und du bist dagesessen, hast zugehört und deine Augen wurden glasig … und dann dachtest Du Dir: „Aha… na, wird schon passen, der macht das schon.“

Im Grunde eine prima Herangehensweise, es ist immer eine super Idee, Deine Pläne mit Deinem Steuerberater zu besprechen. Aber dein Steuerberater kann natürlich nur den Sachverhalt beurteilen, den er auch wirklich kennt. Und bist Du Dir ganz sicher, dass er auf dem Schirm hat, dass Du seit neuerdings auch online coachst? Wenn du es ihm nämlich nicht explizit gesagt hast und ihm aus Deinem Belegen auch nicht direkt ins Gesicht springt, dass es ein Online-Angebot ist, stehen die Chancen recht gut, dass das umsatzsteuerlich in die Hose geht.

Und was nun?

Falls Dir das alles irgendwie bekannt vorkommt: Willkommen im Club, Du bist nicht allein! Als meine erste Kundin mit dieser Frage zu mir kam, dachte ich genauso: „Kann ja nicht so schwer sein.“

Ehrlich gesagt, ich habe fünf Tage recherchiert und ausgearbeitet, den Sachverhalt geklärt und aus unzähligen Quellen zusammengetragen, was alles für die Umsatzsteuer bei Online-Angeboten relevant ist. Und ich bin vom Fach, ich bin Steuerberaterin. Und ich glaube, ich bin durchschnittlich intelligent.

Als ich damit fertig war, war ich ziemlich platt und habe mich gefragt:

„Wow, wie soll jemand, der in der Umsatzsteuer keine 20 Jahre Berufserfahrung hat, mit diesem Thema eigentlich alleine klar kommen?“

Ermutigt von meiner lieben Kundin und von meiner „All-in-one-Zauberfee“ Katharina, entstand so die Idee, den ganzen Umsatzsteuer-Zinnober für Online-Coaches mal von Bürokratisch auf Deutsch zu übersetzen. So, dass es jeder einfach lesen und verstehen kann. Einfach Klarheit schaffen. eben.

Wie kann ich Dir dabei helfen?

Weil ich sowieso gerade neugierig war und gerne einen Online-Kurs ins Leben rufen wollte, entstand als erstes mein Online-Kurs „Dein Online-Kurs, die Umsatzsteuer und Du“ beim e-shepherd. Das Feedback meiner Teilnehmer dort hat mir glasklar gezeigt, wie groß Euer Wunsch ist, Euch selbst Klarheit und Sicherheit zu verschaffen, ohne gleich zu Beginn einen dreistelligen Betrag für Beratung in die Hand zu nehmen.

Ich habe aber auch gesehen, dass knapp hundert Euro für einen Online-Kurs für den einen oder anderen eben auch kein Pappenstiel  sind. Gerade, wenn Du noch am Anfang Deines Coaching-Business stehst oder wenn Du Dein Online-Coaching im Nebenberuf aufbaust, darfst Du Dir ja genau überlegen, wie Du Deine ersten hereinfließenden Euros verteilst. Aber gerade dann, gerade am Anfang ist es doch besonders wichtig für Dich, gleich alles in die richtigen Bahnen zu leiten!

Also musste eine Lösung her, fand ich, die einerseits für kleines Geld zu haben ist, andererseits aber mein Zeitbudget nicht aus den Angeln hebt, denn – bei aller Liebe – ich muss ja auch irgendwie meine Rechnungen bezahlen ;)

Und habe ich die gesamten Kursinhalte jetzt für ein E-Book umgeschrieben. Seit 1. März gibt steht bei Amazon „Umsatzsteuer für Online-Coaches“ im virtuellen Bücherregal – mit 10 € ein überschaubares Investment und Du hast damit trotzdem die Option mit einem Leser-Bonus-Code eine Support-Stunde für Deine Fragen bei mir zu buchen, falls Du zusätzliche Fragen hast.

Und ja, es wird auch eine Taschenbuch-Version davon geben, ich kann Dir nur nicht versprechen, wann genau. Als Steuerberaterin habe ich nämlich jede Menge mehr oder weniger nützliches Zeug gelernt, aber wie man ein Taschenbuch zum Hochladen formatiert und ein Cover gestaltet, das war leider nicht dabei … aber ich verspreche Dir, ich bleibe dran und beeilen werde ich mich auch ;)

Für Dich zum Ausprobieren – keine Katze im Sack

Falls Du Dir schon mal ein Bild von den Inhalten machen möchtest, oder davon, wie ich Dinge erkläre, kannst Du Dir zum Beispiel

  • bei Amazon die Leseprobe herunterladen
  • auf meiner Facebook-Seite von Einfach Klarheit schaffen. vorbeischauen
  • dort mache ich nämlich gerade eine kleine Live-Video-Serie zu jedem Kapitel des Buchs, bzw. Online-Kurses. Die Kapitel 1-5  habe ich in dieser Woche schon besprochen, die Kapitel 6-10 gibt es ab Montag live zu sehen.
  • Falls Du keinen Facebook-Account hast, habe ich die Videos auch bei Vimeo für Dich hochgeladen.
  • und hier auf der Startseite von Einfach Klarheit schaffen. kannst Du Dich jetzt auch für meine aktuellen Info’s anmelden und bekommst mein Mini-Ebook „Die 5 größten Fallen in der Umsatzsteuer für Online-Coaches“ als Geschenk.

Deal? Mein Wunsch ist es, Dir einen Weg zu zeigen, stressfrei durch Deine Steuern zu kommen. Ich hoffe sehr, mit meinem Angebot ist mir das gelungen! Ich freue mich riesig, wenn Du diesen Beitrag mit Deinen Freunden teilst, mich bei meinen Live-Videos besuchst, meine Seite likest und mir einen Kommentar oder eine Bewertung hinterlässt. Je mehr Menschen statt Stress lieber Klarheit in ihrem Steuerkram haben, umso mehr Zeit und Energie bleibt uns allen, tolle Produkte und Dienstleistungen in die Welt hinaus zu tragen :)

Lass es Dir gut gehen und hab Spaß mit Deinem Business!

Liebe Grüße

Deine Benita

Braucht ein kleines Unternehmen einen Steuerberater?

Ich finde: ganz eindeutig JEIN ;)

Neulich bin ich auf Facebook in eine Diskussion gestolpert, in der eine Coachin auf der Suche nach einem passenden Steuerberater war. Die einen haben ihr jemanden empfohlen (in diesem Fall war’s ich – vielen Dank an dieser Stelle noch mal :) ), die anderen haben gefragt, wofür der denn wohl gut sein sollte, schließlich bräuchtest Du als Coach, Trainer oder Berater, oder sonst Inhaber eines kleinen Unternehmens, „nur“ eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Soweit nicht verkehrt. Und es schießen ja jeden Tag Programme aus dem Boden, mit denen Du Deine Belege als Handyfoto in die Cloud hochladen kannst, ein paar Informationen eingibst und dann kommt da eine Umsatzsteuervoranmeldung raus und auf Wunsch auch eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Ob die dann stimmt, lassen wir mal dahingestellt, darum geht es mir hier gar nicht.

Brauchst Du also einen Steuerberater?

Wusstest Du eigentlich, dass Du zum Beispiel etwas so Einfaches wie einen Blumenstrauß auf mindestens fünf verschiedene Arten falsch buchen kannst und dabei dann auch noch eine Steuerhinterziehung begehst? Und da rede ich jetzt erst mal nur von den deutschen Gesetzen, das Um- und Ausland lassen wir hier mal außen vor.

Wer als Unternehmer etwas Besseres vorhat, sucht sich daher jemanden zum Outsourcen. Am besten einen, der all diese Gesetze gut kennt und den richtigen und straffreien Platz für Deinen Blumenstrauß unfallfrei findet.

Muss das immer ein Steuerberater sein? Nicht unbedingt. Ein verantwortungsbewusster Buchhalter, der sein Handwerkszeug versteht, seine 80 bis 100 Stunden Fortbildung und Fachliteratur im Jahr absolviert und seine Grenzen kennt, tut’s hier auch.

Insofern: NEIN.

Was ist mit der Einnahmen-Überschuss-Rechnung? Den Steuererklärungen? Der Einrichtung der Buchhaltung? Die darf der Buchhalter ja nicht machen und es trotzdem von ihm zu erwarten, wäre nicht fair. Du kannst das natürlich alles auch selber lernen, ist ja kein Hexenwerk.

Wenn Dir das allerdings zu blöd ist, oder das Leben Dich für eine andere Aufgabe vorgesehen hat, nimmst Du Dir einen Steuerberater, der kann und darf das nämlich alles und freut sich auch noch drüber.

Hier also: JA.

Wie sieht es mit der „echten“ Steuerberatung aus? Also, so richtig was gestalten, wirklich Steuern sparen, diese geheimnisvolle Kunst, von der man immer wieder hört? Da schaut es gemischt aus. Für uns kleine UnternehmerInnen gibt es hier und da mal einen Ansatz und besonders bei der Gründung gilt es viele Weichen richtig zu stellen. Aber um mal mit den Mythen aufzuräumen: im laufenden Geschäft steckt da häufig viel zu wenig Potenzial drin, als dass es sich lohnen würde, durch all die Ringe zu springen, die der Gesetzgeber gewöhnlich daran hängt.

So beschränkt sich der Alltag vieler Steuerberater – vielleicht alle heiligen Zeiten durchbrochen von einem Steuerberatungs-Highlight – zumeist darauf, Formulare auszufüllen, die Gesetze richtig anzuwenden und und im Übrigen darauf aufzupassen, dass sich seine Kunden nicht in Schwierigkeiten bringen und keine rechtlichen Fußangeln liegen lassen.

Enorm wichtig, keine Frage – nur: die richtige Anwendung von Gesetzen ist in meiner Welt irgendwie noch lange keine Beratung. Ich kenne manche Buchhalter, die ihre Kunden deutlich intensiver beraten, als der eine oder andere Steuerberater (jetzt nicht gleich ausflippen, liebe Kollegen, ich habe „manche“ gesagt und „der eine oder andere“ ;) ).

Insofern also: wohl eher NEIN – von besonderen Anlässen einmal abgesehen.

Was Du als UnternehmerIn – egal wie klein – aber unbedingt brauchst, ist ein Berater!

Beratung bedeutet für mich

Entscheidungshelfer zu sein, Sparringspartner, Ermutiger und Nachhalter.

Ein Partner, der Deine Wünsche und Werte versteht, mit dem Du Ideen und Visionen „herumwerfen“ und durchdenken kannst. Der auf Deiner Seite steht, den Überblick behält und mit Dir darauf schaut, ob Deine Ziele finanziell sinnvoll, machbar und tragfähig sind und ob sie Dich mit dem, was Du am besten kannst und was am liebsten tust, im Leben voranbringen.

Jemand, der Deine Sprache spricht. Und wenn’s sein muss, auch mal Tacheles.

Größere Unternehmen haben dazu einen CFO (chief financial officer). Kleine Unternehmen brauchen einen CFO mindestens genauso dringend, haben aber meistens keinen. Das ist für mich Beratung.

Muss man dazu Steuerberater sein? Nicht unbedingt.

Alles in allem – ein kleines Unternehmen braucht nicht zwingend einen Steuerberater.

Aber praktisch ist es schon, denn der Steuerberater ist sozusagen die „eierlegende Wollmilchsau“ in Deinen Finanzen. Er (oder sie) kennt Dein Unternehmen, Deine Belege, Deine Buchhaltung, und Deine Finanzen rauf und runter. Er kann und darf alle steuerlichen Angelegenheiten in Deinem Auftrag übernehmen. Und wenn Du ihn lässt – und wenn er denn ein echter Berater und der Richtige für Dich ist – kennt er auch Deine Pläne, Deine Wünsche und Werte und kann mit Dir gemeinsam Deine Ziele verfolgen.

Und wenn er oder sie Dich dann noch finanziell erfolgreich macht (zum Beispiel mit einem Tool wie Profit First) – umso besser :D

Mein Fazit:

Brauchst Du einen? Vielleicht… vielleicht auch nicht.

Willst Du einen? Wenn Du klug bist: auf jeden Fall!

Ich bin gespannt auf Deine Meinung. Hinterlasse mir doch einfach einen Kommentar gleich hier oder sende mir ein mail!

Übrigens, falls Du einfach nur mal ein ganz bestimmtes Einzel-Problem lösen möchtest, ohne gleich Deine ganze Buchhaltungs- und Steuer-Infrastruktur durcheinander zu bringen – kein Problem, ich coache Dich auch in Einzelfragen ;)

Liebe Grüße, bis bald und geh gut mit Dir um,

Deine Benita

3 Steuertipps, die Du von Deinem Steuerberater garantiert nicht erwartest

Nein, hier geht es definitiv nicht ums Belege sammeln, Investitionen planen und die optimale Rechtsformwahl. Davon kursiert schon weit mehr durch die Weltgeschichte, als irgend jemand sollte lesen müssen. Und mindestens die Hälfte davon nützt Dir als Solopreneur oder Freiberufler nicht die Bohne.

Mir geht es hier um etwas ganz anderes, nämlich aus meiner Sicht die wichtigsten Tipps zum Thema Steuern für kleine Unternehmen:

Schütze Deine Lebenszeit und -energie.

Wenn ich manchmal erlebe, wie viel Zeit und Lebensenergie darauf verschwendet wird, ein paar Euro Steuern hier und dort zu „sparen“, stehen mir die Haare zu Berge. Und wenn ich mir dann vorstelle, was diese Unternehmer mit dieser Zeit und Energie alles hätten bewegen können, wenn sie sie auf das  verwendet hätten, was sie am besten können, blutet mir das Herz.

Aber hey, sagst Du nun vielleicht, Du bist doch Steuerberaterin, müsstest Du das nicht schon von Berufs wegen super finden, wenn Deine Kunden Steuern sparen wollen? Ich finde: nein, muss ich nicht.

Klar will ich, dass meine Kunden keinen Cent mehr bezahlen, als unbeding nötig und dafür setze ich mich auch ein. Aber Steuern sind eben nur ein Teil der Gleichung. Lebenszeit und Lebensenergie sind der andere.

Steuern sind in den letzten 20 Jahren zum Lenkungsinstrument für die Bürger geworden: „willst Du eine Vergünstigung, spring bitte durch diesen oder jenen Ring.“

Ein einfaches Beispiel:

Mal angenommen, Dein kalkulatorischer Stundensatz liegt bei 100 €. Wenn ich Dich als Steuerberater also eine Stunde damit beschäftige, einen Beleg über 100 € zu suchen, damit ich ihn für Dich von der Steuer absetzen kann, hast Du – selbst wenn Du den Spitzensteuersatz von rund 50 % bezahlst – 50 € Steuern gespart und eine produktive Stunde im Wert von 100 € verloren, die Du mit 50 % also 50 € versteuert hättest. Unter dem Strich also ein Nullsummenspiel – nur, dass Du Dich wahrscheinlich wegen des Belegs herumgeärgert hast, statt Freude zu haben  und Nutzen mit Deinem Kunden zu schaffen.

Mit den sogenannten „Gestaltungsmöglichkeiten“ um die überall so viel Wind gemacht wird, ist es nichts anderes. Unter dem Strich sind sie für den Solounternehmer im Alltag oft nur anstrengend und der steuerliche Erfolg steht häufig schlicht auch nicht dafür. Da gilt es einfach genau hin zu schauen, bevor man sich auf irgendeine Gestaltung einlässt, nur weil im Internet gerade alle meinen, das sei steuerlich „das neue Schwarz“.

Deshalb, bleib wach und nimm mit, was sich Dir bietet, aber behalte dabei den Preis Deines Investments an Lebenszeit und -energie im Blick.

Mache Deinen Frieden.

Steuern werden Dich, egal wo auf der Welt und was auch immer Du auch tust, zu jeder Zeit begleiten. Sie sind per se weder gut noch böse und ich kann Dir versichern, sie haben Dich nicht persönlich auf dem Kieker ;)

Es liegt bei Dir, Du hast die Wahl:

Entweder Du ärgerst Dich Dein Leben lang darüber, verschwendest viel Lebensqualität und Energie indem Du Dir vom „Steuerkram“ den Tag vermasseln lässt.

Oder Du nimmst ihn einfach neutral als Bestandteil Deines Lebens an – wie Zähneputzen oder Rasieren (oder bei mir: Bügeln) – und sparst Deine Energie für das, was Dir so richtig Spaß macht.

Einer meiner Lieblingssprüche lautet:

„Der Mensch besteht zu 65% aus Wasser, der Rest ist Einstellung!“

Mach Dir diesen Umstand zunutze. Wähle Deine Einstellung, ich kann Dir versprechen, die Steuern warten hier auf Dich.

Schaffe Dir einfache Prozesse.

Die Anforderungen im Bereich Steuern sind immer die Gleichen. Das ist einerseits ziemlich langweilig, bietet Dir aber eine Riesen-Chance:

Du kannst Dir Prozesse zusammenstellen, die genau auf Dich und Deinen Unternehmer-Alltag abgestimmt sind. Machen musst Du’s sowieso, da beißt die Maus keinen Faden ab – aber auf das „Wie“ kommt es für Dich an.

Dazu gehört auch die Auswahl von Apps und „Methoden-Hacks“, die Dir im Idealfall auch noch Spaß machen. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Varianten, seinen „Belegpflichten“ nachzukommen und vor allem, um diese Aufgaben sinnvoll mit anderen zu teilen, seien es Steuerberater, virtuelle Assistenten oder Teamkollegen.

Schau Dich um, probiere aus, was für Dich am Besten funktioniert, was Dich täglich möglichst wenig belastet und was Du leicht in Deinen Alltag einbauen kannst.

Lass Dich dazu idealerweise vom Steuerberater Deines Vertrauens coachen.

Und dann … tu was Du am Besten kannst und genieße Dein Leben :)

Liebe Grüße

Deine Benita

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